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Ein bitterer letzter Schluck

Der letzte Schluck meines morgendlichen Kaffee's wird immer kalt... und bitter.
Aber einfach wegschütten geht nicht. Jeden Morgen auf's neue trinke ich mit wenig Begeisterung und verziehe mein Gesicht so sehr, dass es besser ist, wenn mich niemand dabei sieht.
Anschließend bin ich immer furchtbar stolz, dass ich es wieder einmal geschafft habe, auch bis zum Ende durchzuhalten - zum bitteren Ende!

Seit Jahren ziehe ich diese Tortur nun Morgen für Morgen durch, aber heute ist mir zum ersten Mal aufgefallen: "Das ist ein bisschen wie im 'richtigen Leben' "
Oft ist der letzte Schritt einer Sache der schlimmste, schwierigste und größte. Aber man sollte lernen, auch diesen letzten Schritt mit Würde durchzuziehen. Danach kann man dann auch stolz sein!

Egal, ob es eine Prüfung ist, bei der man einen Tag vorher die größte Panik bekommt. Hab ich genug gelernt? Kann ich alles? Was passiert wenn ich einen Blackout habe?
Das alles schießt einem durch den Kopf. Aber wenn man nun aufgibt und einfach nicht hingeht, wird man nie erfahren, was gekommen wäre.

Oder einem Vorstellungsgespräch. Die letzte Stunde zuvor, wird man merklich von Minute zu Minute nervöser und würde am Liebsten auf der Stelle die Flucht ergreifen. Aber wenn man still sitzen bleibt und trotz Nervosität die Sache hinter sich bringt, hat man am Ende vielleicht seinen Traumjob.

Auch in der Liebe, ist der letzte Schritt oft der an dem "das Vorhaben" scheitert. Jemanden kennenlernen kann jeder, sich mit jemandem unterhalten stellt auch noch keine allzu große Herausforderung dar. Aber wenn da Gefühle sind, die dem Anderen mitzuteilen fällt den Meisten wohl am Schwersten.
Aber einfach nichts zu sagen und hoffen dass irgendwann von alleine alles gut wird führt meistens zum Gegenteil und dann kommt unweigerlich die Frage: "Was wäre wenn?"

Der bitterste "letzte Schluck" für mich, ist aber der, wenn ein Mensch seinen letzten Weg geht. Ein Mensch, der mir etwas bedeutet hat. Ein Mensch der mir in Zukunft fehlen wird. Ein Mensch den ich nie wieder um Rat fragen kann.
In solchen Situationen würde ich mich am Liebsten in meinem Bett verkriechen und nicht mehr rauskommen, bis die Leute es schon wieder vergessen haben. Bis niemand mehr Fragen stellt, niemand mehr dieses Thema anspricht.
Aber auch hier nehme ich den "letzten Schluck". Begleite diesen Menschen mit Würde auf seinem letzten Weg, lasse ihn nicht alleine gehen. Würde ich das nicht tun, würde ich es eines Tages bestimmt bereuen!

 & so werde ich auch morgen wieder, den letzten kalten Schluck Kaffee schlürfen und mit einem Lächeln die Tasse absetzen, weil ich es wieder geschafft habe bis zum bitteren Ende durchzuhalten.

 

 

17.1.14 10:18, kommentieren

Das Paradies

Weit weg, in einer anderen Welt,
wo jeder zu dem Anderen hält.
Wo es keine Tränen gibt,
sondern Honig in den Flüssen fließt.

Wo ein Lachen klingt wie Vogelgesang,
so ein himmlich süßer Klang
wo das Leben leichter geht,
und jeder ihn findet, seinen richtigen Weg.

Ein Ort an dem die Sonne lacht,
die einen morgens weckt ganz sacht
wo jeder einfach jeden liebt,
ob es so etwas wirklich gibt?

1 Kommentar 8.10.13 13:19, kommentieren

Stille Worte...

Stille.
Immer ist sie da, verfolgt mich. Werde sie nicht los, kann ihr nicht entfliehen. Sie haftet an mir, als wäre sie fest geklebt.
So vieles was ich fragen wollte, so vieles was ich sagen wollte, doch nichts, ich bleibe still.

Stille.
Für kurze Zeit mir dir alleine. Die Chance zu reden. Vielleicht die einzige Gelegenheit.
So vieles was ich wissen möchte, so vieles was noch unausgesprochen ist, doch ich sage nichts.

Stille.
Sie umringt uns, hüllt dich mit ein. Du sagst nichts.
So vieles was ich wichtig finde, so vieles was ich wissen möchte, doch interessiert es dich? Ich bleibe lieber still.

Worte.
Auf einmal sind dort Worte, doch sie kommen von ihr und nicht von mir. Sie redet mit dir, du antwortest und lachst.
Ich könnte mich mit einbringen, so vieles dazu sagen.
Doch wenn es etwas falsches ist, wenn du darüber lachst?
Ich sage nichts, ich bleibe lieber still.

Und so vergeben die Minuten und Stunden, gesagt habe ich nichts. Und du, du wirst weiter mit ihr reden, mit ihr und nicht mit mir.
An sie wirst du dich erinnern, an sie wirst du denken.
Mich wirst du aus den Augen verlieren, ich werde in Vergessenheit geraten. Ein verschwinden in der

Stille.

30.9.13 15:16, kommentieren

Unmotiviert.Unmotiviert.Unmotiviert!

Mein Leben zieht gerade irgendwie an mir vorbei...
So viele Dinge die ich mir vorgenommen habe zu erledigen, so viele Dinge die ich sogar dringend erledigen MUSS, aber es passiert NICHTS!

Ich bin jetzt zwar schon wieder einen Tag weiter in meinem Leben, aber keinen Schritt...
Für gestern habe ich mir wieder so viel vorgenommen, Sommerschuhe winterfest machen, d.h. alle auf Hochglanz polieren und in den Schrank verfrachten, nichts ist passiert.
Mein Sideboard, das man auch als "Alles-was-nirgends-zuordenbar-ist-Ablage" bezeichnen könnte ausmisten, aufräumen, abstauben, aber nein.
Endlich mal wieder etwas Bewegung in den Alltag integrieren bevor die Herbstmüdigkeit die Oberhand gewinnt, zu spät.

Wie der Tag eigentlich ablief: von Arbeiten nach Hause kommen, fernsehen, kochen, essen, fernsehen, lesen, schlafen,..
Sehr produktiv mal wieder, muss ich mich echt selber loben. Haha!
Heute werde ich auch wieder zu nichts kommen: Zahnarzt, Einkaufen, Schmuck-Party (eigentlich absolut keine Lust, aber heute noch absagen ist auch nicht gerade nett)

Morgen hab ich auch schon den ganzen Tag verplant und so wird alles mal wieder auf die nächste Woche verschoben und dann wieder auf die nächste und wieder auf die nächste...

Motivation ich brauche dich!

12.9.13 08:53, kommentieren

Schönheit heißt schön sein, aber ist schön schön genug?

Ich stehe unter der Dusche, lass mir das Wasser ins Gesicht rieseln. Habe extra mein teuerstes, unglaublich gut riechendes Duschgel mitgenommen. Das beste Shampoo für mein Haar.
Die Beine sind frisch rasiert.

Während ich mir das Haar abtrockne, überlege ich schon was ich anziehen könnte: Die enge Jeans oder doch lieber die schicke Stoffhose? Das neue Kleid oder doch das Lieblingsshirt?
Meine Frisur soll grandios werden. Fön und Glätteisen laufen auf Hochtouren.

Ich benutze die Body Lotion für besondere Anlässe. Sie macht so samtig weiche Haut. Die Nägel werden frisch lackiert.
Mit großer Ausdauer trage ich ein perfektes Make-up auf, der Lidstrich wird mit Präzision gezogen.
Die Augenbrauen sind in Form, die Wimpern getuscht, der Mund schimmert rot.

Die Kleiderwahl habe ich getroffen: Die enge Jeans, das Oberteil ein Mix aus lässig und chic. Dazu schwarze High-Heels mit Glitzereffekten. Glänzende Ohringe, eine große Kette, die teure Uhr. Zur Vollendung die neue Lederjacke, extra weiches Leder, macht eine gute Figur...

Der Blick in den Spiegel lässt mich zufrieden lächeln. Nur noch schnell die passende Handtasche packen.

Die Treppe runter, Haustüre auf.
Und wie ich in mein Auto steige, schießt es mir in den Kopf:
"Werde ich wohl je schön genug für dich sein?"

1 Kommentar 11.9.13 15:04, kommentieren

Babyboom und Karrieregeilheit

Mittwoch - Mein absoluter Hass-Tag!
Mittwochs hab ich noch nicht viel von der Woche hinter mir gelassen, habe aber bereits große Sehnsucht nach dem Wochenende.
Diese Woche ist das besonders schlimm...

Die Arbeit ist jetzt nicht grad die spannendste, dazu kommen noch freizeitliche Pflichten wie Zahnarzt, Friseur und eine Schmuck-Verkaufs-Party auf die ich eigentlich nur aus Mitleid gehe, da ich nicht vorhabe etwas zu kaufen. Vielleicht ein Ring, aber nur vielleicht.
Kleines Highlight der Woche: Gestern war ich mal wieder mit den Mädels - und zwar nur mit den Mädels - Kaffee trinken. Ohne meckernde Jungs, denen es langweilig wird. Ohne diese Nörgelei wenn man nach dem Kaffee noch in das Schuhgeschäft nebenan gehen möchte und vor allem niemand der einem Vorwürfe macht, wenn man zwanzig Paar Schuhe anprobiert und trotzdem keins nimmt.
Solche Nachmittage werden leider immer seltener, gehen ja alle auf das "Familienleben" zu... Mit circa Zwanzig!

Wobei wir bei meinem nächsten neuen Lieblingsthema wären:
Ist es denn so wichtig, dass Frau einen Freund hat? Und vor allem wenn sie einen hat, dass man sich dann mit Neunzehn verlobt und plant mit 21 Jahren das erste Baby zu bekommen?
Ja gut, früher war das Mode, also ganz früher, als Frau noch nicht Arbeiten durfte und nur als Gebärmaschine fungierte. Aber im heutigen Zeitalter in der Frau doch alle Wege stehen, warum streben ausgerechnet jetzt die "Mädchen" wieder an möglichst früh ein eigenständiges Leben aufzugeben?
Nicht dass ich komplett gegen Familie bin, aber zuerst selbst erwachsen werden finde ich ist schon wichtig. Und ich behaupte mit zwanzig ist so gut wie niemand reif genug, um eine Familie zu gründen.
Das Nächste was ich in der aktuellen Gesellschaft sehr schade finde, ist diese ständige Eingliederung der Menschen, vorwiegend aber der Frauen. Entweder man ist Familienmutti, Karrierefrau oder "total daneben"...
Vielleicht möchte ich aber erst Karriere machen, oder zumindest eine Zeit lang arbeiten, bevor ich ein Baby bekomme? Und vielleicht möchte ich auch danach wieder arbeiten und das nicht nur halbtags in irgendwelchen Mini-Jobs, sondern richtig? Was ist falsch daran? & zu welcher Kategorie gehöre dann ich? "Rabenmutter" vielleicht, weil ich mein Kind dann alleine lasse?
Ich wurde als Kind dann wohl auch von meiner Mutter "alleine gelassen", denn sie ging mit meinem ersten Kindergartentag wieder arbeiten und ich finde nicht, dass es mir geschadet hat.
Im Gegenteil, ich wurde ziemlich schnell selbstständig und komme somit auch mal alleine klar und brauche nicht ständig jemand der mich umsorgt. Auch vernachlässigt habe ich mich in keiner Sekunde gefühlt, es war ja nicht so dass meine Eltern nie Zeit für mich hatten. Nur nicht zu jeder Sekunde...
Ich finde wir haben ein gesundes Familienleben und sollte ich mal eine Familie haben, will ich dass sie genauso wird...

Somit ein kleiner Ausflug in die "Familienpolitik"...
Zurück zur Sehnsucht aufs Wochenende...

Am Samstag bekomme ich Besuch, vielleicht nur von einem Kumpel, vielleicht kommt aber auch ein Mensch mit, der mir ziemlich ans Herz gewachsen ist...
Die Ungewissheit macht mich wahnsinnig, ich will dass endlich Samstag ist!!!

1 Kommentar 11.9.13 08:52, kommentieren

Zum allerersten Mal

Mein Auto ist eher eines der älteren Semester (auch wenn mein "Automechaniker" es noch als neu bezeichnet) & hat somit auch die eine oder andere Macke. Zur Behebung einer dieser Maroden, habe ich mich gestern mit einem Kumpel getroffen, der für die kleineren und manchmal auch größeren Reparaturen zuständig ist.
Normalerweiße steige ich so wie ich gerade bin, ob nun noch gestylt oder schon in Jogginghose, ins Auto und fahre zu ihm. Doch heute war es anders.

Irgendwas in mir sagte ich solle das Joggingoutfit gegen etwas ansehnlicheres tauschen. Haha irgendwas in mir. Eigentlich wusste ich ganz genau was: Die Hoffnung auf den Mitbewohner dieses Kumpels zu treffen, auch wenn das fast ausgeschlossen ist, da ich ihn zu Hause noch nie zu Gesicht bekommen habe, selbst wenn er da ist.
Trotzdem erneuerte ich mein Styling bevor ich losging. Als ich die Einfahrt runter fuhr fiel mir auch sofort das Auto auf. Er war also zu Hause. Meine Chancen standen also gut, ihn doch zu sehen.

Eine Weile verging mit Schrauben und Reden und Schrauben und Reden. Ich gab die Hoffnung schon auf, als die Haustüre aufging. Da stand er. Viel war es nicht. Ein "Hey, was macht ihr da" & schon war er wieder verschwunden, aber es hat gerreicht. Gerreicht, dass meine Gedanken jetzt, Stunden später, noch genau an diesem Augenblick hängen...

Du warst da, zum allerersten Mal...

10.9.13 13:29, kommentieren